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  >  Albanien   >  Albanien mit der V-Klasse und dem Dachzelt: Ein Roadtrip voller Abenteuer mit Zimt und Kokos

Herzlich willkommen zu unserem Reisebericht über Albanien, ein Land, das sich ideal für einen Roadtrip mit der V-Klasse und einem Dachzelt eignet. Wir möchten euch von unseren Erfahrungen in diesem faszinierenden Land erzählen, das noch weitgehend unentdeckt ist und viele Schätze zu bieten hat. Begleitet uns auf unserer Reise mit unseren beiden Kindern, während wir die Schönheit Albaniens erkunden.

1. Einführung und Hintergrund

Albanien ist ein wahres Paradies für Reisende, die Abenteuer lieben und die Freiheit des Campings schätzen. Unsere Wahl, mit der V-Klasse und einem Dachzelt zu reisen, erwies sich als perfekte Möglichkeit, dieses Land zu erkunden. In Albanien sind die Campingplätze günstig, Reservierungen sind selten erforderlich, und das Campen ist überall erlaubt – ein echtes Privileg in Europa. Das Land ist noch nicht von Touristenmassen überlaufen, es ist sicher und äußerst kinderfreundlich. Ein Roadtrip durch Albanien ist die beste Möglichkeit, das Land in seiner ganzen Pracht zu erleben. Die Straßen sind gut ausgebaut, und die Navigation von A nach B gestaltet sich problemlos.

2. Reisevorbereitung

Die beste Reisezeit für Albanien ist im Frühling oder Herbst, da der Sommer sehr heiß sein kann. Visumfreiheit gilt für Aufenthalte von wenigen Wochen. Wir sind mit unserer V-Klasse aus München angereist, die wir im Inneren etwas ausgebaut haben, um Platz für uns vier zu schaffen. Auf dem Dach montierten wir ein geräumiges Dachzelt, in dem wir alle zusammen schliefen. Die Reise von München nach Albanien dauerte etwa vier Tage, wobei wir regelmäßig Pausen einlegten, um Zim und Kokos nicht zu lange im Auto zu haben. Eine etwas kleinere Fahrzeuggröße erwies sich als vorteilhaft, da viele Straßen eng und nicht immer gut ausgebaut sind. Allradantrieb ist nicht zwingend erforderlich, aber gute Reifen und etwas Bodenfreiheit sind empfehlenswert. Vor Ort war es äußerst praktisch, eine albanische Prepaid-SIM-Karte von Vodafone zu erwerben, da dies eine kostengünstige Möglichkeit war, mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben.

3. Reiseroute

Unsere Route führte uns von München aus über Österreich, Slowenien, Kroatien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina nach Albanien. In Österreich legten wir einen kurzen Übernachtungsstopp ein, bevor es weiter nach Split in Kroatien ging. Dort verbrachten wir zwei Tage auf einem schönen Campingplatz mit Pool, um uns zu akklimatisieren. Der nächste Halt war Mostar in Bosnien, wo wir auf einem charmanten kleinen Campingplatz übernachteten, um die Stadt ausgiebig zu erkunden. Mostar, mit seiner historischen Altstadt und der berühmten Brücke, ist ein echtes Highlight. Weiter ging es nach Montenegro zum Kloster Ostrog und einem Campingplatz am Flussufer. Dieser Ort bot ein atemberaubendes Naturerlebnis. Von dort aus setzten wir unsere Reise nach Theth in Albanien fort, einer kleinen und abgelegenen Ortschaft. Die Straßen dorthin waren eng, aber die malerische Landschaft entschädigte für die Anstrengung. Wir wanderten zum Blue Eye, einem beeindruckenden natürlichen Quelltopf. Theth war definitiv eines der Highlights unserer Reise, ein Ort, der rau und authentisch ist. Anschließend fuhren wir nach Shkodra, wo wir auf einem Campingplatz mit Pool entspannten. Wir besichtigten die nahegelegene Burg und genossen die Kulinarik am Seeufer. Unser nächster Halt war Ksamil im Süden Albaniens bei Saranda. Dieser Ort war leider sehr überlaufen, und wir empfehlen, ein Hotel zu wählen, da die Campingplätze weit von den Stränden entfernt sind und der Verkehr zur Hochsaison sehr chaotisch ist. Die Strände waren überfüllt, die Musik zu laut, und die Preise für Liegen hoch. Nach nur zwei Tagen brachen wir auf und fuhren zum Gjipe-Strand, der jedoch enttäuschend war, da der Strand vermüllt war und die Preise in den Restaurants überzogen waren. Unser nächster Halt war Berat, eine weitere Perle Albaniens mit einer bezaubernden Altstadt. Von dort ging es zum Sunset Beach in der Nähe von Durrës, wo wir direkt am Strand unter Pinien übernachten konnten. Dies war einer der wenigen Sandstrände und nicht so überlaufen wie andere. Danach besuchten wir Tirana und verbrachten die Nacht in einem Hotel im Stadtzentrum. Tirana ist definitiv einen Besuch wert, mit seiner lebhaften Atmosphäre und kulturellen Vielfalt. Danach fuhren wir nach Kruja, bekannt für seinen Wochenmarkt und die Burg. Das war unser letzter Halt in Albanien, bevor es nach Montenegro und schließlich nach Kotor ging. Der Campingplatz in Kotor war in unmittelbarer Nähe zur Stadt, die uns mit ihrer malerischen Altstadt und dem einzigartigen Flair beeindruckte. Schließlich fuhren wir nach Zadar in Kroatien, wo wir auf einem familienfreundlichen Campingplatz übernachteten. Als letzten Höhepunkt vor der Rückreise verbrachten wir einen entspannten Tag in Bled, Slowenien, an einem wunderschönen See.

4. Camping mit Kindern in Albanien

Albanien erwies sich als äußerst kinderfreundlich. Zim und Kokos konnten sich frei bewegen, und die Einheimischen waren stets herzlich und zuvorkommend. Die Campingplätze waren zwar einfach und boten selten Spielplätze oder Pools, aber das war nicht weiter schlimm. Die Atmosphäre auf den Campingplätzen war ungezwungen und offen, im Gegensatz zu den üblichen Standard-Campingplätzen. Die Plätze waren oft klein und beherbergten nur 20-30 Camper, was für ein gemütliches Ambiente sorgte.

5. Die Höhepunkte unserer Reise durch Albanien und die benachbarten Länder

Unsere Reise durch Albanien und die umliegenden Länder war reich an unvergesslichen Erlebnissen und beeindruckenden Orten. Hier sind einige der Highlights, die wir auf unserer Reise erlebt haben:

Tirana: Eine Stadt der Kontraste

Tirana, die Hauptstadt Albaniens, hat uns mit ihrer faszinierenden Mischung aus Alt und Neu, Tradition und Moderne begeistert. Moscheen stehen neben Kirchen, und die ganze Stadt lebt im Einklang. Die Sauberkeit der Stadt, die Vielzahl an erstklassigen Restaurants und Bars sowie die Verfügbarkeit von E-Scootern, Fahrrädern und Fußgängerzonen machen Tirana zu einem wahren Juwel. Die Museen und die beeindruckende Geschichte der Stadt erzählen von einer reichen Vergangenheit, während die moderne Architektur die Zukunft repräsentiert. Wir empfehlen, in einem der Hotels in der Nähe des Zentrums zu übernachten, um die Stadt auch abends in vollen Zügen genießen zu können.

Berat: Ein UNESCO-Welterbe

Die Stadt Berat, die zum UNESCO-Welterbe gehört, ist eine wahre Perle. Besonders am frühen Morgen strahlt sie eine einzigartige Schönheit aus. Die engen Gassen und charmanten Restaurants machen Berat zu einem malerischen Ziel. In der Nähe der Stadt gibt es einige kleine Campingplätze, die einen bequemen Zugang zur Stadt bieten.

Theth: Ein verstecktes Juwel in den Bergen

Die Fahrt nach Theth über eine enge Bergstraße ist ein Abenteuer für sich. Diese entlegene Gegend beherbergt einen wunderbaren Campingplatz mit atemberaubendem Blick auf das Tal. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Blue Eye, ein Naturspektakel, das eine einstündige Wanderung erfordert. Beachten Sie jedoch, dass es in den Mittagsstunden im Sommer sehr heiß werden kann. Das Blue Eye ist ein erfrischendes Erlebnis mit Wassertemperaturen zwischen 8 und 10 Grad Celsius und definitiv auch für Kinder geeignet.

Kotor: Eine Altstadt voller Geschichte

In Montenegro besuchten wir die Stadt Kotor und waren zunächst überrascht, dass die wahre Schönheit dieser Stadt hinter ihren Mauern verborgen ist. Die Altstadt von Kotor bietet charmante enge Gassen und alte Stadtmauern, die bei einem abendlichen Spaziergang besonders beeindruckend sind.

Mostar: Die Stadt der Brücken

Der Campingplatz bei Mostar liegt etwa 45 Minuten zu Fuß von der Innenstadt entfernt und ist daher nicht ideal für Familien mit Kindern. Wir haben jedoch vor Ort ein Taxi genommen und waren für nur 5,- € in der Innenstadt. Der Campingplatz selbst ist wunderschön gelegen, sehr preiswert und bietet Ruhe und Entspannung. Mostar selbst hat eine bezaubernde Altstadt und ist eine unserer Lieblingskleinstädte. Der einzigartige Flair, die herzlichen Menschen und die historische Bedeutung machen Mostar zu einem unvergesslichen Ort.

Diese Highlights unserer Reise sind nur ein kleiner Einblick in die Schönheit und Vielfalt der Länder, die wir besucht haben. Von pulsierenden Städten bis hin zu abgelegenen Bergdörfern, von historischen Stätten bis zu atemberaubenden Naturlandschaften – unsere Reise bot eine beeindruckende Mischung von Erlebnissen. Wir hoffen, dass unsere Erfahrungen euch inspirieren und ermutigen, selbst auf Entdeckungsreise zu gehen und diese faszinierenden Orte zu erkunden. Möge eure Reiselust niemals erlöschen, und möge jeder neue Ort, den ihr besucht, euch mit Freude und Erstaunen erfüllen.

6. Essen und Trinken

Albanien hat in kulinarischer Hinsicht viel zu bieten. Die traditionelle Küche ist köstlich und äußerst erschwinglich. Als Familie gaben wir selten mehr als 35 Euro für eine Mahlzeit aus. Viele Restaurants bieten auch italienische Gerichte, was es einfach machte, etwas für die Kinder zu finden.

7. Sicherheit

Wir fühlten uns in Albanien sicher und gut aufgehoben. Die Menschen waren hilfsbereit und freundlich, falls wir Fragen hatten oder Hilfe benötigten.

8. Budget und Finanzen

Albanien ist ein äußerst erschwingliches Reiseland. Eine Hauptmahlzeit kostet zwischen 4 und 6 Euro, und die Campingplatzgebühren liegen oft zwischen 10 und 20 Euro. Vier-Sterne-Hotels sind bereits ab 150 Euro pro Nacht erhältlich. Die offizielle Währung ist der Albanische Lek, aber Euro werden fast überall akzeptiert. Es ist jedoch ratsam, Bargeld mitzuführen, da Kredit- und EC-Karten nicht überall akzeptiert werden.

Insgesamt gaben wir in drei Wochen, einschließlich aller Ausgaben wie Tanken und Vignetten, etwa 4000 Euro aus. Dies beinhaltete Unterkunft, Verpflegung und alle Aktivitäten. Für eine vierköpfige Familie, die fast jeden Tag essen ging, war dies äußerst erschwinglich.

9. Verkehr und Straßenverhältnisse

Die Straßen in Albanien sind größtenteils gut, aber im Landesinneren kann es eng werden und es gibt gelegentlich Bodenwellen. Die meisten Albaner fahren entspannt, und die Navigation war problemlos. Es gibt auch einige zweispurige Autobahnen.

10. Nachhaltigkeit und Umweltschutz

Ein Problem, das uns auf unserer Reise auffiel, war die Verschmutzung an vielen Stellen, einschließlich der Strände. Dies war leider das einzige Negative, das wir über unser Abenteuer in Albanien berichten können und hoffen, dass sich in Zukunft mehr für den Umweltschutz getan wird.

11. Fazit und Zusammenfassung

Unser Roadtrip durch Albanien war genau das Abenteuer, das wir uns gewünscht hatten. Wir erlebten die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, die eindrucksvolle Kontraste zwischen Tradition und Moderne und die Vielfalt der Religionen, die hier friedlich nebeneinander existieren. Wir können Albanien wärmstens als Reiseziel empfehlen, insbesondere für Abenteuerlustige, die noch nicht von Touristen überflutete Orte erkunden möchten. Es war eine Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, und wir hoffen, dass auch ihr die Gelegenheit habt, diese erstaunliche Destination zu entdecken und unserem Reiseblog „Zimt und Kokos“ zu folgen.