Herzlich willkommen zu unserem Reisebericht über Albanien, ein Land, das sich ideal für einen Roadtrip mit der V-Klasse und einem Dachzelt eignet. Wir möchten euch von unseren Erfahrungen in diesem faszinierenden Land erzählen, das noch weitgehend unentdeckt ist und viele Schätze zu bieten hat. Begleitet uns auf unserer Reise mit unseren beiden Kindern, während wir die Schönheit Albaniens erkunden. Weiter unten findet ihr einen detaillierten Reiseroute, vielleicht hilft euch das mit eurer Reiseplanung.
“Kurzes Reel über Theth”
“Berat – Stadt der tausend Fenster”
Albanien – ist ein wahres Paradies für Reisende, die Abenteuer lieben und die Freiheit des Campings schätzen. Unsere Wahl, mit der V-Klasse und einem Dachzelt zu reisen, erwies sich als perfekte Möglichkeit, dieses Land zu erkunden. In Albanien sind die Campingplätze günstig, Reservierungen sind selten erforderlich, und das Campen ist überall erlaubt – ein echtes Privileg in Europa. Das Land ist noch nicht von Touristenmassen überlaufen (ausgenommen die „Touri-Strände“), es ist sicher und äußerst kinderfreundlich. Ein Roadtrip durch Albanien ist die beste Möglichkeit, das Land in seiner ganzen Pracht zu erleben. Die Straßen sind gut ausgebaut, und die Navigation von A nach B gestaltet sich problemlos.
In der Summe war es genau das was wir gesucht hatten. Ein sommerliches Reiseziel mit Kindern, Meer und trotzdem Abenteuer. In der engeren Auswahl waren auch Portugal oder gleich Griechenland. Aber Portugal war uns im Sommer zu überlaufen und Griechenland ein bisschen zu weit. Wir lieben es einfach spontan zu sein und keinen Druck zu haben. Wenn man mal keinen Campingplatz findet, dann ist man nicht aufgeschmissen, sondern steht einfach frei.
“Gjipe Beach”
“Kruja, einer historischen Stadt am Fuße der Berge”
Die beste Reisezeit für Albanien ist im Frühling oder Herbst, da der Sommer sehr heiß sein kann. Visumfreiheit gilt für Aufenthalte von wenigen Wochen. Wir sind mit unserer V-Klasse aus München angereist, die wir im Inneren etwas ausgebaut haben, um Platz für uns vier zu schaffen. Auf dem Dach montierten wir ein geräumiges Dachzelt, in dem wir alle zusammen schliefen. Die Reise von München nach Albanien dauerte etwa vier Tage, wobei wir regelmäßig Pausen einlegten, um Zimt und Kokos nicht zu lange im Auto zu haben. Eine etwas kleinere Fahrzeuggröße erwies sich als vorteilhaft, da viele Straßen eng und nicht immer gut ausgebaut sind. Allradantrieb ist nicht zwingend erforderlich, aber gute Reifen und etwas Bodenfreiheit sind empfehlenswert. Vor Ort war es äußerst praktisch, eine albanische Prepaid-SIM-Karte von Vodafone zu erwerben, da dies eine kostengünstige Möglichkeit war, mit Familie und Freunden in Kontakt zu bleiben.
Allgemeine Infos –
Albanien liegt an der Westküste des Balkans und grenzt an Montenegro, Kosovo, Nordmazedonien und Griechenland. Die Landeswährung ist der Albanische Lek (ALL), aber Euro wurden in vielen Geschäften akzeptiert. Bargeld war oft unerlässlich, da Kartenzahlungen nicht überall möglich waren. Die albanische Bevölkerung war unglaublich gastfreundlich, und wir fühlten uns immer sicher und willkommen. Das soll die anderen positiven Erlebnisse gar nicht schmälern, aber in erster Linie waren wir von der Gastfreundlichkeit sehr begeistert. Da konnte der Campingplatz noch so klein sein, aber alle haben uns sehr lieb empfangen. Maut etc. gibt es in Albanien übrigens nicht. Auch sonst muss man eher weniger beachten beim Autofahren. Die Straßen waren meistens sehr gut und auch auf den engen Routen war alles in Ordnung. Ich habe übrigens selten so eine Dichte an Tankstellen gesehen. 😉
“Kloster Ostrog einer der wichtigsten spirituellen Orte in Montenegro”
“ Mostar, Bosnien – ein wundervoller Zwischenstopp”
Budget und Finanzen –
Albanien ist ein äußerst erschwingliches Reiseland. Eine Hauptmahlzeit kostet zwischen 4 und 6 Euro, und die Campingplatzgebühren liegen oft zwischen 10 und 20 Euro. Vier-Sterne-Hotels sind bereits ab 150 Euro pro Nacht erhältlich. Die offizielle Währung ist der Albanische Lek, aber Euro werden fast überall akzeptiert. Es ist jedoch ratsam, Bargeld mitzuführen, da Kredit- und EC-Karten nicht überall akzeptiert werden.
Insgesamt gaben wir in drei Wochen, einschließlich aller Ausgaben wie Tanken und Vignetten, etwa 4000 Euro aus. Dies beinhaltete Unterkunft, Verpflegung und alle Aktivitäten. Für eine vierköpfige Familie, die fast jeden Tag essen ging, war dies äußerst erschwinglich.
“wild Campen am Sunset Beach bei Spill ”
Albanien erwies sich als äußerst kinderfreundlich. Zim und Kokos konnten sich frei bewegen, und die Einheimischen waren stets herzlich und zuvorkommend. Die Campingplätze waren zwar einfach und boten selten Spielplätze oder Pools, aber das war nicht weiter schlimm. Die Atmosphäre auf den Campingplätzen war ungezwungen und offen, im Gegensatz zu den üblichen Standard-Campingplätzen. Die Plätze waren oft klein und beherbergten nur 20-30 Camper, was für ein gemütliches Ambiente sorgte.
Albanien hat in kulinarischer Hinsicht viel zu bieten. Die traditionelle Küche ist köstlich und äußerst erschwinglich. Als Familie gaben wir selten mehr als 35 Euro für eine Mahlzeit aus. Viele Restaurants bieten auch italienische Gerichte, was es einfach machte, etwas für die Kinder zu finden. Wir haben uns in die albanische Küche verliebt! Es gab auch ganz viel Fisch – besonders zu erwähnen der Fisch in der Dachziegel serviert in der „Taverna Shkodrane in Shkodra! Das Essen und Personal war der absolute Wahnsinn. Wir hatten nur leider Pech, da unser Essen exakt zur Dämmerung serviert wurde und es dort gefühlt „1 Millionen Mücken“ gab wegen den Laternen auf der Terrasse. Nach der Dämmung hatte sich die Mückenlage dann aber wieder sehr entspannt.
“Der Fisch in der Dachziegel serviert ist der Hammer – Taverna Shkodrane – Shkodra”
Wir fühlten uns in Albanien sicher und gut aufgehoben. Die Menschen waren hilfsbereit und freundlich, falls wir Fragen hatten oder Hilfe benötigten.
Die Straßen in Albanien sind größtenteils gut, aber im Landesinneren kann es eng werden und es gibt gelegentlich Bodenwellen. Es kann auch mal vorkommen, dass einfach ein Pferd auf der Straße steht. Die meisten Albaner fahren entspannt, und die Navigation war problemlos. Es gibt auch einige zweispurige Autobahnen. Hier ein kleines Video um einen besseren Eindruck zu bkeommen.
“Kurzes Video zu den Straßenverhältnissen in Albanien”
Ein Problem, das uns auf unserer Reise auffiel, war die Verschmutzung an vielen Stellen, einschließlich der Strände. Dies war leider das einzige Negative, das wir über unser Abenteuer in Albanien berichten können und hoffen, dass in Zukunft mehr für den Umweltschutz getan wird.
“Gefühlt liegt auf jedem Meter neben der Straße Müll”
“Leider findet man teilweise an den Stränden auch richtig viel Müll”
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Unser Roadtrip durch Albanien war genau das Abenteuer, das wir uns gewünscht hatten. Wir erlebten die herzliche Gastfreundschaft der Menschen, die eindrucksvolle Kontraste zwischen Tradition und Moderne und die Vielfalt der Religionen, die hier friedlich nebeneinander existieren. Wir können Albanien wärmstens als Reiseziel empfehlen, insbesondere für Abenteuerlustige, die noch nicht von Touristen überflutete Orte erkunden möchten. Es war eine Reise, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird, und wir hoffen, dass auch ihr die Gelegenheit habt, diese erstaunliche Destination zu entdecken und unserem Reiseblog „Zimt und Kokos“ zu folgen.
30. August 2018